Schulinterne Fortbildungen können auch Spaß machen

Sie sind seit Jahren in aller Munde: Die Begriffe „Team-Building“  und  „Off-SiteMeeting.“

Welches größere Wirtschaftsunternehmen hat es nicht schon durchgeführt? Man will ein noch besser funktionierendes Team werden,  die Zusammenarbeit fördern und miteinander Strategien entwickeln. Doch nicht jeder Angestellte findet es toll, mit Kollegen, Teamleitern und leitenden Angestellten in einer eingeschneiten Berghütte unter der Anleitung von Sterneköchen Mahlzeiten zuzubereiten oder mit Schneeschuhen durch die bayrische Bergwelt zu stapfen. Im schulischen Bereich existiert das Schlagwort „Teambuilding“  schon sehr lange.  „Wir wollen ein Team werden“ nennen es die Grundschullehrer und bei uns an der Schillerschule hatten die Lehrkräfte schon vielfach Unterstützung durch Fachkräfte von „IN VIA“ bei der Durchführung dieses Projektes.

Bei unserer schulinternen Fortbildung (kurz SchilF genannt) im November mit dem Thema „Teambildung und Gewaltprävention“ kam keinerlei Verdruss oder Missstimmung auf, im Gegenteil, es war ein äußerst kurzweiliges Unterfangen bis in die Abendstunden hinein. Die Lehrkräfte der Schillerschule und Mitarbeiter des offenen Ganztags haben ihre Küchenschürze und die Schneeschuhe zu Hause gelassen und sich stattdessen in bequemer Freizeitkleidung auf den Weg zur Schulturnhalle gemacht. Hier wartete bereits Frau Andrea Schlauersbach, ihres Zeichens Mathematiklehrerin für Gymnasien, Kinder-, Jugend-  und Elterncoach und seit mehreren Jahren auch Judotrainerin  unserer Judo AG im Rahmen des offenen Ganztags.

Sie startete sogleich mit einem äußerst informativen Theorieteil, in dem sie wichtige Eckpunkte ihrer Arbeit vorstellte, wie z. B. „Teamfähigkeit erleichtert den Alltag in der Familie und in der Schule; Schüler, die sich zugehörig fühlen und Unterstützung in ihrer Klasse bekommen, fühlen sich (emotional) sicherer, sind aufnahmefähiger und leistungsbereiter; das Klassenklima verändert sich positiv, die Schüler lernen Konflikte zunehmend fair und friedlich zu lösen, sie stehen einander bei und unterstützen sich.

Ihr Fazit: „Unter dem Strich geht es allen in einem funktionierenden Team besser, der Alltag gelingt leichter und die Zeit in der Schule macht Schülern und Lehrern mehr Spaß!“

Die Erfahrung dieser Äußerung durften die Teilnehmer im Anschluss daran selbst machen. Egal in welcher Aufstellung und Spielform, ob auf der Judomatte, im Kreis oder in einer Mannschaft, immer wieder wurde ganz deutlich, dass die gestellten Aufgaben nur durch überlegtes Zusammenarbeiten erreicht werden können.

Bei manchen Zielsetzungen hatten auch die Kursteilnehmer manchmal Schwierigkeiten, den Anforderungen gerecht zu werden. Dies war eine wichtige Erfahrung für die spätere Umsetzung im eigenen Unterricht.

Erste Umsetzungsversuche zeigten allerdings, dass sich die Schüler teilweise besser als ihre Lehrkräfte in die Aufgaben hineinversetzen konnten und mindestens genauso viel Spaß daran hatten wie die Erwachsenen. Sollten bei manchem Leser nun das Interesse geweckt sein, so darf er sich gerne weiter informieren unter  www.andrea-schlauersbach.de