Wer ist der Größte?


Unter diesem Motto stand der Schulanfangsgottesdienst der Schillerschule am 20. September in St. Michael. In einem kurzen Anspiel nahmen zwei Schüler an verschiedenen Kindern mit dem Zollstock Maß. Anschließend stellte sich im Gespräch schnell heraus, dass es zwar leicht möglich ist, die Länge oder Breite von Dingen oder auch schulische Leistungen (z.B. beim Rechnen oder beim Diktat) zu messen; schwierig jedoch wird es, wenn es um das Leben miteinander geht: Kann man messen, wie gern man jemand hat? Wie „groß“ jemand darin ist, sich nach einem Streit zu versöhnen? Jesus gibt darauf eine verblüffende Antwort. Er empfiehlt seinen zerstrittenen Jüngern: Wer groß sein will, muss sich klein machen und den anderen dienen. Das bedeutet - so legte Pfarrer Stolzenberger die Geschichte aus dem Markusevangelium aus -, dass Jesus die Maßstäbe auf den Kopf stellt! Nicht derjenige ist vor Gott groß, der am tollsten vor den anderen dasteht, sondern derjenige, der es schafft, eben nicht nur an sich selber zu denken, sondern der sieht, wo er gebraucht wird. Jemand, dem die Gemeinschaft wichtiger ist als immer nur der eigene Vorteil, so jemand ist „der Größte“! Dieser Maßstab Jesu müsste auch im Schulalltag und in den Klassenzimmern öfter spürbar werden – wäre das nicht schön?

Christine Körner